Feng Shui Infothek

Was ist Feng Shui?

Feng Shui heißt übersetzt Wind und Wasser.

Klassisches Feng Shui ist die ganzheitliche Sichtweise, die kraftvolle Energie unserer Lebensumgebung zu erkennen und für unser Wohlergehen bei der Gebäudeplanung und Raumnutzung mit einzubeziehen.

ausbildungNicht nur optisch und äußerlich, sondern vor allem nachhaltig spürbar.

Die meisten Menschen kennen die Erfahrung, dass sie einen Raum betreten und positiv berührt sind, oder einen anderen Raum, in dem sie sich bedrückt und beklemmt fühlen. Hier ist die Qualität des Qi zu spüren oder anders gesagt, das Feng Shui.

Es gibt auch Häuser, in denen sich immer wieder das gleiche Thema ereignet. Auch hier kann mit Feng Shui erkannt werden, welche Einflüsse der Umgebung dafür verantwortlich sind und wie sie zugunsten der Bewohner verändern werden können.

Es ist wichtig die Umgebung auf Energiepotenziale und Einflüsse hin zu analysieren. Um die förderlichen Energien zu nutzen und in den Räumen zu aktivieren und schädliche oder bremsende Qualitäten zu neutralisieren.

Das kann bei der Auswahl eines geeigneten Grundstücks oder der Neubauplanung für ein Gebäude und auch in der Innengestaltung eines Büros oder Wohnraums, bewerkstelligt werden.

Warum ist Feng Shui wichtig?

Negative Ereignisse werden zusätzlich durch verschiedene Feng Shui Aspekte beeinflusst und verstärkt:

  • Welche Ausrichtung hat mein Haus? (Himmelsrichtungen)
  • In welche Richtung schlafe und  blicke ich?
  • Gibt es in der Umgebung negative Merkmale?
  • Schlechte Wasserplatzierung durch einen Teich oder Wasserspiele im Garten oder im Wohnraum
  • Farben haben Auswirkungen auf unser Gemüt
  • Wie sieht die Architektur/Grundrissaufteilung aus? (gute/schlechte Sektoren)

Klassisches oder westliches Feng Shui?

Klassisches Feng Shui beinhaltet die Methoden:

San Yuan,
Xuan Kong Da Gua,
Ba Zhai,
San He.

Alle Methoden sind in jahrtausendalten Schriften dokumentiert und analysiert. Keine dieser Anwendungen beinhaltet den Gebrauch von Symbolen und Objekten im Haus zur Aktivierung von Qi, vielmehr wird auf die Himmelsrichtungen und ihre Auswirkungen eingegangen. Feng Shui nutzt die Umgebungsenergie mit den folgenden Kriterien:

  • Umgebungsmerkmale
  • Gebäudeausrichtung
  • Zeitfaktoren
  • Kompass-Richtungen
  • Personen, die im Haus wohnen

Neuzeitliches, westliches Feng Shui lehnt sich hauptsächlich an die Symbolik und Platzierungen von chinesischen, kulturellen Gegenständen um Qi einzufangen oder zu aktivieren, an. Entrümpelung und das in Deutschland weit verbreitete „3 Türen Ba Gua“ wurden zu einem erfolgreichen Teilbereich von Feng Shui.

Schlussfolgerung: Keinerlei fundierte Beweise oder schriftliche Belege aus der Vergangenheit. Jedoch ein unglaublicher Verkaufsschlager im Westen. Da es leicht verständlich ist.

Feng Shui Entstehung  – Geschichte

Seit über 2000 Jahren machen sich die Chinesen Gedanken „wie die Erde funktioniert und welchen Einfluss sie auf den Menschen hat“. Daraus entstanden die metaphysischen Studien über Feng Shui.

Die ersten Feng Shui Meister beschäftigten sich damals, wie auch die Geomantie bei uns im Westen, mit den grundlegenden Bedürfnissen, einen guten Weideplatz, fruchtbares Land und Wasser zum Überleben zu finden. Es wurden Überlegungen angestellt, welche Flussseite günstigeres Weideland hat und welchen Einfluss die Jahreszeiten auf die Umgebung und seine Bewohner haben.

Die Meister beobachteten die immerwährenden Zyklen auf der Erde: Von Anfang an dienten die Gestirne als Zeitmesser. Sonnenaufgang- und Untergang markierten Tag und Nacht. Während die Mondphasen den Ablauf eines Monats bestimmten. Die Sonne erschien Tag für Tag an einem anderen Punkt am Horizont und durchwanderte dabei einen Zyklus der einem Jahr entspricht. So stellten sie einen Kalender zusammen, um die optimale Zeit für Aussaat und Ernte zu bestimmen. Auch wurden die Einflüsse des Mondes, mit seiner enormen Kraft , Wasser zu bewegen, in Form von Ebbe und Flut entdeckt. Hinzu kam die Erkenntnis, dass damit die Auswirkungen auf den Menschen, welcher zu 80% aus Wasser besteht, zeitlichen Einflüssen unterliegen mussten.

Bei diesen Beobachtungen wurde nicht nur die Schwerkraft entdeckt und berechnet, sondern auch der Kompass erfunden (475-211 v. Chr.). Der Luo Pan ist ein spezieller Kompass, entwickelt von den ersten Feng Shui Meistern. Er enthält zahlreiche Formeln, die den wiederkehrenden Zyklus erkennen lassen, sowie Landschaftsformeln die besondere Verbindungen mit dem Kalender und den Gestirnen des Himmels ergeben. Mit diesem Werkzeug lassen sich die verschiedenen Energien auf der Erde bestimmen und individuell nutzbringend einsetzen. Der Feng Shui Experte nutzt diese speziellen Formeln, um je nach Umgebung die persönlichen günstigen und ungünstigen Himmelsrichtungen festzustellen. Kompass Feng Shui ist eine exakte Wissenschaft, die außerordentliche Detailgenauigkeit bei der Messung erfordert.

Feng Shui Beobachtungen

Das Feng Shui der Landschaft ist ein Teilbereich des klassischen Feng Shui. Hier gewinnt die wörtliche Übersetzung von Wind und Wasser Bedeutung. Denn Landschafts Feng Shui beschäftigt sich mit der Umgebung. Es untersucht die Gestalt all der Dinge, die von Wind und Wasser geformt wurden. Konturen und Bodenerhebungen erschufen die geschwungenen Linien der Berge, Hügel und Landschaftsformen, die das Qi zum günstigen Mäandern oder zum ungünstigen Vorbeiströmen veranlassen.

Qi (auch Chi geschrieben). Ist die elementare Lebensenergie, die durch den Körper und das gesamte Universum fließt. Sie verbindet die materielle mit der emotionalen und mentalen Ebene.

Das Wasser, unsere wichtigste Lebensgrundlage, ermöglicht dem Menschen seine Existenz auf der Erde. Es verhält sich ähnlich wie das Qi, es kann – abhängig davon aus welcher Richtung es kommt und wohin es geht – günstig dahinfließen oder zerstörerisch wirken. So wandelt sich beispielsweise ein ruhig fließender Bach mit den Jahreszeiten – wie in einer Regenperiode – zu einem reißenden Fluss und beeinflusst damit neben den Bachlauf auch die damit verbundene Vegetation bzw. die Lebensräume des Menschen. Die Feng Shui Meister erkannten zudem, dass bestimmte Wasserverläufe immer die gleichen Energie Qualitäten für die Hausbewohner mitbrachten. Diese Erkenntnisse bzw. Gesetze der Natur wurden in Formeln auf dem Luo Pan festgehalten.

Raum und Zeit sind Faktoren im Feng Shui, die zusammenspielen: Zu jeder Zeit wirkt sich das Feng Shui anders auf die Häuser der Umgebung aus, da jede Zeit ihre spezielle Qi Qualität mit sich bringt. Feng Shui bezieht sich auch auf die Menschen und zeigt, welche Umgebung die beste Resonanz zur Selbstverwirklichung gibt. Die „fliegenden Sterne“ (Berechnungen, die den einzelnen Himmelsrichtungen und Sektoren sich ändernde Qualitäten zuordnen) bestimmen die Dekade des Hauses und ob es – für einen spezifischen Bewohner – Zukunft hat. Die Wissenschaft des Feng Shui besteht darin, den Bewohner so zu platzieren, dass seine „Antennen“ optimal ausgerichtet sind.

Feng Shui Auswirkung

Zuallererst ist wichtig, den Ort des Hauses zu bestimmen und dann den Wohnbereich für jede einzelne Person festzulegen. Die Umgebung des Hauses spielt dabei die Hauptrolle bei der Feng-Shui-Betrachtung. Das Haus sollte dabei in einer windgeschützten Landschaft stehen, in der Umgebung sollten keine störenden scharfen Kanten zu sehen sein. Außerdem wird im Feng Shui besonders auf die Türausrichtung, die Schlafrichtung und die Blickrichtung eingegangen. Diese werden ganz individuell auf die einzelnen Personen des Hauses abgestimmt. Ziel ist, eine ideale Ausrichtung für den Bewohner zu erreichen.

Die gleiche Energie hat auf verschiedene Menschen unterschiedliche Wirkung. Das heißt, ein Haus kann sich auf die Menschen, die darin leben, ganz individuell auswirken. Anhand des Feng Shui wird analysiert, welche Art von Energie im Haus ist. Durch das günstige Positionieren im Haus kann jeder Mensch sein eigenes Potential erhöhen und förderlich nutzen, dadurch Winken ein erholsamer Schlaf, die Leistungsstärke wird angehoben und der Mensch kann wieder in seine Mitte kommen.

Im alten China beschäftigten sich am Kaiserhof ganze Abteilungen damit, den richtigen Platz für den Kaiser zu finden. Nach der Kaiserzeit kam dieses Wissen „um den richtigen Platz“ in den Westen. Feng Shui findet sich in den alten Schriften auch im sogenannten „Erdenglück“ wieder. Es ist die Kunst, die Naturkräfte zu erkennen und sie nutzbar zu machen. Wo wir leben, hat einen großen Einfluss auf unser Wohlergehen und unsere Möglichkeiten. Mit Hilfe des Feng Shui können wir auf dieser Stufe die positiven Aspekte des himmlischen Glücks verstärken und die negativen reduzieren.

Die drei Arten von Glück im Feng Shui

Himmels Glück Ist das Schicksal, welches mit dem Zeitpunkt der Geburt festgelegt wurde. Dieses Glück können wir nicht beeinflussen, da wir unseren Geburtsort und unsere Eltern nicht aussuchen konnten.
Menschen Glück Menschenglück bezieht sich auf die Taten und Entscheidungen, die eine Person in Ihrem Leben getroffen hat. Ausbildung, Ausdauer, Ansprüche, Tugend, Glaube spielen dabei eine große Rolle. Wir sind dafür selbst verantwortlich.
Erden Glück Erdenglück ist die Umgebung, in welcher eine Person wohnt oder arbeitet. Dies ist der Bereich mit dem Feng Shui arbeitet und Verbesserungen im Leben erzielen kann. Ein erholsamer Schlaf bringt uns die Energie für den Arbeitstag oder ein guter Arbeitsplatz lässt uns gute Entscheidungen treffen.

Klassische Feng Shui Systeme

San He

San He heißt übersetzt die 3 Kombinationen. Gemeint sind das Zusammenspiel aus Grundstück- oder Hausausrichtung, Richtungen von Bergen oder Nachbarhäusern und Richtungen von Straßen oder Flüssen in der näheren Umgebung.

Das „San He“ ist neben der reinen Formschule das älteste System im Feng Shui und ist besonders wirkungsvoll um die starken Energieströme der äußeren Umgebung eines Gebäudes oder Grundstücks zu bewerten und zu nutzen. Nach diesem Feng Shui System werden weltweit sehr erfolgreiche Spielkasinos, Hotel- und Wohnanlagen und andere Großprojekte angelegt, indem die bereits in der Landschaft vorhandenen Einflüsse durch die harmonische Ausrichtung des Gebäudes optimal genutzt werden. Dieses klassische System ist in Deutschland bisher noch nicht sehr weit verbreitet. Ein Feng Shui Kompass ist bei diesem System unbedingt erforderlich.

Ba Zhai

Das Ba Zhai oder auch 8-Häuser-System genannt, entstammt dem klassischen San He System. Die Bewohner eines Hauses und das Gebäude können durch die persönlichen positiven Himmelsrichtungen und Sektoren gestärkt und gefördert werden. Die Verfeinerung dieses Systems ist in Deutschland noch nicht weit verbreitet, denn die Himmelsrichtungen werden nach 24 Möglichkeiten unterschieden. Diese Verfeinerung ist entscheidend bei der Beurteilung des Feng Shui eines Hauses.

Es ist ein sehr effektives System mit viel Kraft und kann sehr gut in Wohnungen und Büros angewendet werden. Ein Feng Shui Kompass ist bei diesem System unbedingt erforderlich.

San Yuan

San Yuan ist ein weiteres klassisches Feng Shui System. Übersetzt heißt es „Die drei Zyklen“, oder auch unter der Begrifflichkeit „Die drei Harmonien“ bekannt. Diese bestehen aus dem Zusammenspiel zwischen Qi, Richtung und Zeit.

Das System des Xuan Kong Fei Xing, den sogenannten Fliegenden Sternen, hat nur einen geringen Anteil im San Yuan Feng Shui. Auch im San Yuan gibt es Land- und Wasserformeln, die allerdings einen anderen Hintergrund haben als im San He. Ein großer Bereich im San Yuan sind die 64 Hexagramme, die entstehen, wenn man die 8 Trigramme aus dem Yin und Yang kombiniert (8 x 8 = 64). Dieses System hat eine Verbindung zu Zeit, Raum und Mensch und bezieht bei allen wichtigen Aktionen den glückverheißenden Tag mit ein. Eine fortgeschrittene Technik die ihre Wirkung punktuell genau nach Kalender und Mensch ausrichtet.

Nicht nur im Außenbereich sondern gerade im Innenraum bietet es Möglichkeiten, die Anordnung der Möbel sehr fein abzustimmen. Das klassische San Yuan System ist in Europa sehr selten anzutreffen.

Xuan Kong Fei Xing – Die Fliegenden Sterne

Das fliegende Sterne System unterscheidet sich vom San He insbesondere indem es das Bau- bzw. Einzugsdatum in ein Gebäude energetisch bewertet.

Dieser Zeitzyklus zusammen mit der gradgenauen Richtungsunterteilung eines Hauses stellt fest, welche günstigen Sektoren in Räumen vorhanden sind und welches Potenzial sich daraus bildet.

Diese Potenziale werden durch die äußere Umgebung und durch die Raumnutzung freigesetzt. Die Darstellung in Zahlen stellt vereinfacht ausgedrückt das Potential der Energien dar, die entweder günstige oder ungünstige Faktoren aufweisen. Es gibt negative Potenziale für Krankheit, Streit, Scheidung, Unfälle, Verletzungen und Diebstahl und es gibt gute für Intelligenz, Geld, Erfolg, Vision, Partnerschaft und Harmonie.

Es ist Grundvoraussetzung dafür, schlechte Energien zu vermeiden oder diese zu neutralisieren. Die positiven Sektoren sollten im Eingangsbereich, im Schlafzimmer sowie für Bettrichtung und Schreibtischposition und vieles mehr eingesetzt werden.